Wer reden kann, kann auch singen … Das heißt ja nicht, dass mein oder Dein Singen immer auch anderen gefallen muss …

Singen mit Freude statt Bewertung, nach dem Motto „Es gibt keine Fehler, nur Variationen!“

Die gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens sind in den vergangenen Jahrzehnten gründlich erforscht worden. Gemeinsames heilsames Singen wird mittlerweile in vielen Krankenhäusern – etwa der Psychosomatik oder Onkologie – praktiziert.

Die Bewegung hat sich aber über diesen engeren Kontext hinaus weiterentwickelt. In vielen Städten und Gemeinden gibt es mittlerweile offene Angebote. Ich bin zertifizierter Singleiter für Heilsames Singen, habe 2017 das monatliche heilsame Singen in Kelkheim (Ts.) eingeführt und zwei Jahre angeleitet: Singen wie im Paradies(weg).

Hast Du Freude am Singen, findest aber die regelmäßige Teilnahme an Chorproben manchmal eher belastend als entspannend? Würdest Du es gerne mal wieder mit dem Singen versuchen, bist Dir aber nicht so sicher, vielleicht weil Du in der Vergangenheit auch negative Erfahrungen gemacht hast? Bei uns geht es nicht darum, etwas zu leisten, sondern Freude zu haben und Gefühle zuzulassen.

Beim Heilsamen Singen werden einfache Songs, oft Kraftlieder aus aller Welt oder spirituelle Lieder verschiedenster Herkunft gesungen – ohne Noten und ohne Probenstress. Vorkenntnisse oder musikalische Begabungen sind nicht erforderlich. Zu unseren Regeln gehören so schöne Sätze und Einladungen wie: „Alles darf sein, nichts muss sein.“ Oder auch: „Vieles kann, nichts muss.“

Im Internet finden sich zum Stichwort „heilsames Singen“ viele Websiten und auch zahlreiche Songs (z.B. auf YouTube) von Pionier*innen und Singer-Songwriter*innen, z.B. Iria Schärer, Daniela Sauter de Beltré, Katharina und Wolfgang Bossinger, Wolfgang Friedrich oder Karl Adamek. Ganz wunderbar finde ich auch die von Hagara Feinbier gesammelten internationalen Come Together Songs.

Heilsames Singen mit Begleitung „Easy Guitar“

Die folgenden heilsamen Lieder könnt Ihr komplett mit a-Moll und e-Moll begleiten. Alle Titel sind mit Youtube-Links hinterlegt, wo ihr die Songs anhören könnt. Auch wenn a-Moll und e-Moll nicht immer den Originaltonarten und Harmonien entsprechen, ergibt es mit diesem Duo doch jeweils eine schöne Stimmung. Und bekanntlich kommt mit dem Mut zu Variationen noch mehr Freude auf 🙂 

Wer dagegen mit mehr Griffen hantieren möchte, kann bei einigen Songs e-Moll durch G-Dur ersetzen, das kommt teilweise auch den Originalen näher. Und mit dem Capodaster auf dem 5. Bund kannst Du a-Moll leicht in d-Moll transponieren.

Und los geht‘s:

Viel Spaß!

Wer Lust auf mehr bekommt und nicht alles gratis haben muss (es gibt mittlerweile unfassbar viel im Internet), dem oder der empfehle ich die Bücher und CDs von Katharina und Wolfgang Bossinger: „Heilsame Lieder“ und von Hagara Feinbier: „Come Together Songs“.