Homöopathie: Aufgrund der stundenmäßig umfangreichsten Ausbildung und meiner mittlerweile über Jahrzehnte dauernden Beschäftigung mit „der“ Homöopathie, d.h. mit einigen der zahlreichen Varianten, stelle ich dieses Verfahren hier an erster Stelle. Ich praktiziere seit ca. 25 Jahren Einzel- und Komplexmittelhomöopathie, in der Regel eher mit tiefen und mittleren Potenzen. Meine homöopathischen Kenntnisse habe ich u.a. in einer „Homöopathischen Hausapotheke“ und zahlreichen Artikeln weitergegeben. Ich werde mich in verschiedenen Beiträgen immer mal zur Homöopathie äußern, siehe Blog bzw. Reflexionen.

Phytotherapie: Die Therapie mit Heilpflanzen hat eine lange Tradition. Gemessen daran gibt es nur wenige zugelassene pflanzliche Fertigarzneimittel, denn irgendwer muss die Zulassung(studien) ja auch bezahlen und davon profitieren. Die teilweise Verwissenschaftlichung der Phytotherapie hat auch zur massiven Aushöhlung des Repertoires geführt. Glücklicherweise wird aber die viel breiter angelegte „Kräuterheilkunde“ seit Jahren mehr und mehr wiederentdeckt. Der gute alte Heilpflanzentee wirkt oft genauso oder besser als das, wofür kräftig geworben wird. Und Naturheilkunde ist meist unspektakulär.

Hypnose: Mit Hypnose verbinden viele Menschen spektakuläre Vorführungen, wie sie in Medien auftauchen. Bei der medizinischen Hypnose geht es allerdings nicht darum, Sie ihres freien Willens zu berauben, sondern mit Hilfe Ihrer eigenen Vorstellungskraft in Ihrem Unterbewusstsein Heilungsimpulse zu verankern. Die Hypnose kann „nur“ das erreichen helfen, was Sie wirklich erreichen wollen. Insofern bewährt sie sich vor allem im Rahmen eines durchdachten Plans oder ganzheitlichen Konzepts (z.B. zur Ernährungsumstellung), etwa in Kombination mit Homöopathie, Psychologie und naturheilkundlicher Begleitung. Bekanntermaßen erfolgreich ist sie z.B. bei der Raucherentwöhnung, Schmerzen und bei Ängsten. Außerdem ist sie eine effektive Entspannungsmethode und hilft gesünder mit Stressfaktoren umzugehen und das Stresslevel zu senken. Probieren Sie es aus!

Psychotherapie: Ich habe Psychologie (im Nebenfach) studiert und mich zunächst einige Jahre mit Sozialpsychologie und Psychoanalyse beschäftigt. Später erlernte ich die Gesprächstherapie nach Carl Rogers und bin seither ein Fan der „Therapie auf Augenhöhe“. Ich integriere Elemente der Gestalttherapie und der systemischen Aufstellungsarbeit, welche sich wiederum gut durch hypnotische Ansätze unterstützen lassen, etwa in der Biografiearbeit. Wesentliche Impulse für meinen Ansatz erhielt ich in einer Weiterbildung „Kreativtherapie in der Psychosomatik“ an der Akademie Heiligenfeld. Ich arbeite lösungsorientiert und interessiere mich für Ihre möglichen neuen Erfahrungen und Optionen. Kreativ sein heißt für mich vor allem, Neues zu erfahren und erarbeiten – und alte Muster zu durchbrechen. Wichtig: Ich befasse mich mit den psychischen Schwierigkeiten meiner Patient/inn/en nur und erst dann, wenn ich einen Auftrag von Ihnen dazu habe, d.h. Sie können mich gerne auch ausschließlich als „Naturheilpraktiker“ für körperliche Beschwerden konsultieren. Dennoch möchte ich die Psychotherapie nicht als letztes in die Liste der praktizierten Verfahren aufnehmen 🙂

Ernährungsberatung: Seit 30 Jahren befasse ich mich intensiv mit gesunder Ernährung, zunächst vor allem mit Formen der japanisch-amerikanisch beeinflussten Makrobiotik und verwandten Varianten der chinesischen Diätetik, danach mehr und mehr auch mit der westlichen Ernährungswissenschaft. Ich habe mehr als zehn Jahre vegan gelebt (als es noch nicht modern war), zahlreiche wissenschaftlich fundierte, aber laienverständliche Artikel und ein Buch – über eine modifizierte und rational begründete vegetarische Basisdiät – veröffentlicht (siehe Kapitel im Downloadbereich Gesundheitsratgeber). Dreh- und Angelpunkt meiner Beratung ist die individuelle Bekömmlichkeit. Wirklich „gesund“ kann kein einzelnes Lebensmittel sein, sondern nur eine gesamte Ernährungsweise – und die muss Ihnen gut tun. Und schmecken sollte es auch noch 🙂

Darmsanierung: Bei der Beeinflussung der Darmflora oder des Darmmikrobioms fließen verschiedene naturheilkundliche Methoden zusammen. Mir ist die Nachhaltigkeit der Maßnahmen wichtig, daher spielen nicht nur Präparate mit physiologischen Darmbakterien eine Rolle. Die Verdauungsorgane müssen gestärkt und der Darm muss überhaupt in die Lage versetzt werden, dass sich dauerhaft gesunde Bakterien in ihm ansiedeln. Das kann den Einsatz von pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln bedeuten, und häufig beinhaltet es auch eine teilweise Umstellung der Ernährung. Viele wichtige Erkenntnisse im Themengebiet Darm verdanke ich Dr. Volker Schmiedel. Artikel zu Darmerkrankungen finden Sie auf seiner Website.

Anthroposophische Medizin: Diese Heilkunde integriert Homöopathie, Phytotherapie und Aspekte der Alchimie (Spagyrik), hinzu kommen die eigenen Ideen Rudolf Steiners. Die Anthroposophie hat mich in verschiedenen Lebensphasen immer wieder fasziniert und beschäftigt. Beeindruckend finde ich die Liebe zum Detail, etwa im Heilpflanzenanbau, und die „Ergebnisse“, z.B. im biodynamischen Landbau („demeter“) oder in der Pädagogik (Waldorf)  – und auch in der Medizin, d.h. es „funktioniert“ auch, wenn man nicht alle spirituellen Annahmen Steiners und seiner Weggefährten teilt. Last not least: Meine Frau Inez leitet als Kunsttherapeutin Kurse am Frankfurter Therapeutikum.

Orthomolekulare Medizin: Bei Mikronährstoffen folge ich der Devise „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Viele Nahrungsergänzungsmittel sind teuer und überflüssig, wenn auch selten schädlich. Mich stören eher die falschen Hoffnungen, die damit oft verknüpft werden. Es gibt wenige Vitamine und Mineralstoffe, die ich fast pauschal befürworte, z.B. Vitamin D (siehe Artikel im Downloadbereich Gesundheitsratgeber). Viele andere Mikronährstoffe sollten individuell passend eingesetzt werden.

Akupressur: Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit verschiedenen Aspekten der chinesischen Medizin (Meridiane, 5-Wandlungsphasen, Organuhr, Akupunktur, Yin-Yang-Lehre, Kräuter usw.) und habe bereits zu Beginn meiner HP-Zeit eine Shiatsu-Weiterbildung absolviert. Gerne gebe ich Patienten Empfehlungen zur Stimulation wichtiger Akupressurpunkte als Selbsthilfe für die individuellen Beschwerden an die Hand. Die eher „energetischen“ Aspekte aus 5000 Jahren Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) fließen u.a. auch in meine Ernährungsberatung ein. Gesund kann nur das sein, was Ihnen individuell bekömmlich ist.

Und außerdem: Ich habe früh einige Aus- und Fortbildungen absolviert, die mir notwendig erschienen, um als HP rundum und „vollwertig“ ausgebildet zu sein, so etwa in Chiropraxis, Schmerztherapie mit Injektionen und Neuraltherapie (kurioserweise u.a. bei Monika Weber aus Kelkheim, als ich noch in Bonn lebte, jetzt bin ich schon mehr als zehn Jahre selbst in Kelkheim zu Hause). Manuelle Therapien und auch Injektionstechniken halte ich in vielen Fällen für sinnvoll. Ich selbst fühle mich in der praktischen Arbeit jedoch mehr der „sprechenden Medizin“ zugehörig.

Philosophie versteht sich aufs klare Denken. Taugt sie zur Therapie, ist sie vielleicht sogar deren Krönung? Anders gefragt: Wie wahrscheinlich ist es, dass wir mit einem philosophischen Ansatz „Kopf statt Bauch“, also mit einer konsequent rationalen Weltanschauung, entspannter, gesünder und glücklicher durchs Leben gehen … und gar keine Psychotherapie mehr benötigen? Diese Diskussion wird auf sehr unterhaltsame Weise in dem Roman „Die Schopenhauer-Kur“ geführt. Ein Großteil westlicher Philosophien scheint eine Gemeinsamkeit mit fernöstlichen Lehren (Buddhismus, Taoismus u.a.) aufzuweisen: Haben wir genug Einsicht in das Unabänderliche erlangt, ist auch ein Leben mit weniger Leid möglich. Kann man so etwas schon „Glück“ nennen? Und reicht uns dies zur Therapietauglichkeit? Philosophie hilft jedenfalls, sich zu orientieren: „Was kann ich wissen, wie soll ich handeln, was gefällt mir?“ In diesem Sinne lasse ich philosophische Aspekte in meine Lebensberatung mit einfließen, im vollen Bewusstsein, dass es in der Philosophie als „Therapie“ noch weniger Patentrezepte gibt als in der Psychotherapie. Oder wie Sie vielleicht gemerkt haben: Es geht oft mehr um Fragen als um Antworten. Apropos, kennen Sie den Text „Die Fragen lieb haben“ von R.-M. Rilke (aus einem Brief an einen jüngeren Dichter)? Rilke war zwar kein Philosoph, hat aber viel zur Lebensphilosophie beigetragen.