Ich biete halboffene Klinik-Nachsorgegruppen sowie Gruppentherapie für Einsteiger und „Kenner“, derzeit in Hofheim am Taunus (am Ort meiner freiberuflichen Tätigkeit) und in Uffenheim, wo ich als Kreativtherapeut an der Heiligenfeld-Klinik arbeite.

„Halboffen“ bedeutet, dass sich Teilnehmer*innen verbindlich für eine Mindestteilnahme (5 x) anmelden. Neue Gruppen laufen ab Herbst 2020. Gerne können wir in einem Vorgespräch klären, ob das etwas für Sie sein könnte.

Wann und Wo?

  • Hofheim: In der Regel findet die Gruppe einmal im Monat am Montagabend (18.00 bis 20.15 Uhr, mit kurzer Pause) in der Praxis in Hofheim statt. Die Gruppe hat derzeit maximal 6 Teilnehmer. Voraussichtlicher Beginn: 26.10.2020
  • Uffenheim: Einmal im Monat an einem Samstag, 16.00 bis 18.15 Uhr, mit kurzer Pause, in einer Praxis in Uffenheim. Die Gruppe hat derzeit, bedingt durch die Corona-Auflagen, maximal 7 Teilnehmer. Voraussichtlicher Beginn: 24.10.2020
  • Hinweis: In Uffenheim gibt es, ebenfalls einmal im Monat, auch eine Dienstagsgruppe, 18.00 bis 20.00 Uhr, die von Barbara Schneider geleitet wird. Voraussichtlicher Beginn: 27.10.2020

Kosten: Pro Abend oder Nachmittag fallen 30 Euro Teilnahmegebühr an. Eine Mindestteilnahme von 5 Treffen wird vorausgesetzt. Hinzukommt in Hofheim bei mir unbekannten Patienten das verpflichtende Vorgespräch (Einzelanamnese) für die Teilnahme an der Gruppentherapie: Dauer ca. 50 Min., pauschal 45 Euro. (In Uffenheim reicht meist der ausgefüllte Aufnahmefragebogen, evtl. biete ich ein Vorgespräch an.)

Ziele und Zielgruppen: Meine offenen Nachsorgegruppen eignen sich, wenn Sie z.B. die Ergebnisse eines Klinikaufenthalts festigen wollen und noch keinen ambulanten Therapieplatz haben – oder einfach regelmäßig Ihre Ressourcen stärken, Ihr „Gepäck“ sortieren sowie Ihren ganz eigenen Weg achtsam und selbstbestimmt fortsetzen möchten; und wenn Sie ahnen, dass Ihnen der Spiegel und das Vertrauen der Gruppe dabei helfen können.

Arbeitsweise: Für das Gelingen der Gruppentherapie und für Ihren eigenen Erfolg bedarf es einiger Regeln (die wichtigste ist die Schweigepflicht), die Sie, wenn Sie in einer psychosomatischen Klinik waren, bereits gut kennen. Die Basis der therapeutischen Gruppe sind die Begegnung und das Gespräch auf Augenhöhe. Zum Gespräch können je nach Verlauf und Bedarf Elemente aus der prozessorientierten und systemischen Arbeit sowie dem Achtsamkeitstraining und aus Kreativtherapien hinzukommen. Das entscheiden allerdings Sie. Nichts muss, vieles kann.

Hintergrund zur Gruppentherapie: Ein prominenter Psychologe hat vor einigen Jahren ein Buch mit dem Titel „Keine Angst vor Gruppen“ veröffentlicht, dieses richtete sich an Kollegen, d.h. in Fachkreisen haben Gruppenarbeit und Gruppentherapie noch immer nicht den Stellenwert, der ihnen gebührt. Und für Laien gibt es erst recht einige „Schwellenängste“ – es sei denn, sie haben die phänomenale Wirkung von Gruppentherapie bereits kennengelernt, etwa im Rahmen eines Klinikaufenthalts.

Die gemeinsame „Arbeit“ in der Gruppe ist kein zusätzlicher Stress bei Herausforderungen im Leben. Ganz im Gegenteil. Es scheint paradox, aber bestätigt sich in der Erfahrung immer wieder: In der Begegnung mit „Leidensgenossen“ im weitesten Sinne, im Mitfühlen, Mitgehen, Verstehen und Rückmelden, manchmal auch in der Auseinandersetzung entsteht sehr oft Leichtigkeit. Was ich vielleicht noch nicht bearbeiten kann, bearbeitet heute ein anderer Teilnehmer – und ich bekomme eine Idee, wo es bei mir hakt und wie es sich lösen lässt. Wenn wir Vertrauen zueinander aufbauen, wird uns vieles (fast) geschenkt.

Nach meiner Erfahrung ist nirgendwo so gut erfahrbar wie in einer Therapiegruppe, dass etwa Angst nicht nur ein Gegenstück im Mut hat, sondern ein vielleicht noch Wichtigeres in der Zuversicht, die bei der „Arbeit“ entsteht, dass ähnlich Trauer nicht zwanghaft durch Freude ersetzt werden muss, wenn Frieden oder Einklang derzeit einfacher und stimmiger sind, und dann auch, dass Scham zum Leben gehört und nicht durch Stolz, sondern durch Mitgefühl mit uns selbst und mit anderen einen angemessenen Platz findet.

Falls Sie noch Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.

Lese-Tipp: „Die Schopenhauer-Kur“. Ein höchst unterhaltsamer Roman über ein Jahr Gruppentherapie – vom großen Lehrmeister der Gruppentherapie Irvin D. Yalom. (In Englisch auch als Hörbuch.)