Ich hätte beinahe meinen geliebten Klinikjob verloren, auch als selbständiger Heilpraktiker hätte ich nicht mehr arbeiten dürfen, weil „verrückt“ gewordene Politiker, Ethikprofessoren, Mediziner und Journalisten (nicht einzelne, sondern die Masse derselben) mehr oder weniger dreist die Meinung verbreitet haben, die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht wäre ein effektives und daher angemessenes Mittel, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. De facto gehörte sie, wie etwa auch die Schließung der Kindergärten, zum Repertoire an unsinnigen oder sogar kontraproduktiven Maßnahmen, über die heute niemand mehr reden möchte, zumindest niemand von denen, die es mitverbockt hatten. Auch jene nicht, die es zwar besser wussten, aber betreten oder feige geschwiegen haben.

Wer es einmal am eigenen Leib erlebt hat, dass sich die gesellschaftliche Stimmung gegen die eigene Überzeugung und Lebensweise wendet, verbunden mit realen Existenzängsten, aber auch mit der Bitterkeit, in der Mehrheitsmeinung als minderwertiges Subjekt zu gelten, der sieht diese Gesellschaft, vielleicht die Welt mit anderen Augen. Das könnte erklären, warum ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten beim Thema Corona nachtragend bin: Ich kann z.B. diesen Parteien und diesen Medien nicht mehr vertrauen, und mit der neuen Brille sehe ich auch ihre Aktivitäten auf anderen Politikfeldern, wo ich ihnen vorher Kredit eingeräumt und guten Willen attestiert hatte, wesentlich kritischer. Aber auch jenseits der persönlichen Betroffenheit gibt es m.E. gute Gründe, Corona nicht zu den Akten zu legen. Solche Szenarien dürfen sich nicht wiederholen! (… das werden sie aber dennoch, trotz meiner frommen Wünsche …)

Halten wir fest: Wer motivierte, aber nicht gegen Corona geimpfte Mitarbeiter*innen, die nachweislich keinerlei erhöhtes Infektionsrisiko für Patient*innen bedeuten, aus dem Gesundheitswesen aussperrt, nur weil sie sich nicht der eigenen Impfideologie anschließen wollen, der handelt in hohem Maße verantwortungslos! Dies tat die regierende Mehrheit des Deutschen Bundestags und klammerte sich dabei nahezu unbelehrbar an die voreiligen „Erkenntnisse“ (in Wahrheit reine Pharmapropaganda) über Nutzen und Wirksamkeit der Impfung aus dem Herbst 2021. Sie hat sich zuletzt nicht einmal mehr darum bemüht, Argumente oder gar valide Zahlen für diesen Irrsinn aufzufahren, sondern setzt nun, da die Bevölkerungsmehrheit gemerkt hat, dass die Impfung weder mich noch andere vor Ansteckung schützt, eher stillschweigend ihre rücksichtslose Impfkampagne auf Kosten von Arbeitnehmer*innen und Patient*innen fort. Wir haben politisch und moralisch im Herbst/Winter 2021/2022 unerträgliche Zustände erlebt. Wenn es Sie interessiert, was man schon vor einem Jahr wissen konnte und was die regierende Ampelkoalition auch vor einem halben Jahr noch nicht zur Kenntnis nehmen wollte, lesen Sie meine „alte“ Analyse zur Begründung der Impfpflicht durch den sog. Ethikrat.

Eine Mauer des Schweigens umhüllt den Megaflop des Infektionsschutzes! Die sog. einrichtungsbezogene Impfpflicht läuft nun Ende 2022 aus, zurecht, sie hat niemand geschützt, aber dem Gesundheitssystem massiv und nachhaltig geschadet. Kaum jemand berichtet darüber. Man muss, bereits in dem Hintergrundwissen, was läuft, mühsam recherchieren, um überhaupt etwas dazu in Medien zu finden. Irren ist menschlich, Menschen machen Fehler. Aber dass diese Menschen, die uns regieren oder uns vorgaukeln, die Politik kritisch-medial zu begleiten, ihre gravierenden Fehler vom mit keinem Wort erwähnt haben möchten, wirft ein grelles Licht auf diese Elite. Und noch immer darf der untauglichste Gesundheitsminister aller Zeiten in ganzseitigen Anzeigen und in Briefen an die Bundesbürger unhinterfragt seine verlogenen Ratschläge erteilen.

Weder aus der SPD- noch aus der Grünen-Bundestagsfraktion hat auch nur ein(e) Abgeordnete(r) gegen das neue Infektionsschutzgesetz gestimmt! So antiliberal war Preußen nicht vor 100 Jahren. In der FDP-Fraktion gab es (immerhin) neun Abweichler. Warum hat die Bundesrepublik das strengste Corona-Regime in Europa, übrigens auch weltweit herausragend? Könnte es vielleicht damit zusammenhängen, dass die Firma Biontech in Deutschland sitzt? Lesen Sie dazu meinen Kommentar zum Koalitionsvertrag der Ampelregierung, die bewusst wie blauäugig einseitig auf solche Art von medizinischem „Fortschritt“ setzt. Ich weiß nicht, was diese Leute unter „politischer Gestaltung“ anderes verstehen, als dem gnadenlosen Wachstums- und insofern „Fortschrittstreben“ der Konzerne den Weg frei zu räumen. Leichen säumen diesen Weg.

Gerade in der Rückschau zeigt sich, in welchem Irrenhaus wir vor einem Jahr gelebt haben. Entlassen wir jene nicht aus der Verantwortung, die es zu verantworten haben! Leider gehören dazu auch jene, die es besser wussten oder innerlich Einwände hegten, aber nicht die Courage hatten, die Zweifel öffentlich anzubringen. Viele von uns ungeimpften Angehörigen aller Heilberufe fühlen sich von ihren Verbänden und Institutionen im Stich gelassen, denn diese haben zu (moralischem) Impfzwang und (gesetzlicher) Impfpflicht geschwiegen. Am Rande sei positiv vermerkt: Als Vorsitzender eines Naturheilvereins freue ich mich besonders, dass sich der Deutsche Naturheilbund (DNB), Dachverband der Naturheilvereine, klar gegen eine Impfpflicht positioniert hat. Die wichtigsten Argumente gegen die Impfpflicht finden Sie übrigens kurz, knackig und aktuell bei den Ärztinnen und Ärzten für individuelle Impfentscheidung.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. So lautet der Artikel 1.1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Das Recht auf körperliche und gesundheitliche Selbstbestimmung, die Freiheit der eigenen Entscheidung über medizinische Eingriffe gehören zu den existentiellen Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft und auch der Naturheilkunde. Der Zwang zum Impfen bedeutet für mich Anstiftung zu körperlichem und seelischem Missbrauch – und auch zu geistigem, denn was uns in der Corona- und Impfdiskussion von der herrschenden Mehrheit intellektuell zugemutet wurde, ist Verbiegung von medizinischen Tatsachen und wissenschaftlichen Zahlen für einen angeblich guten Zweck. Politiker (darunter mehrere mit abgeschlossenem Medizinstudium) durften lügen, so viel sie wollten, es hatte keine Konsequenzen, weil es der angeblich guten Sache diente.

Mit das Wichtigste, was Sie in einer Therapie lernen können, ist mehr und mehr ein selbstbestimmtes Leben zu führen! Das ist mein Credo, und es trifft im Übrigen nicht nur auf die Psychotherapie, sondern auch auf die Naturheilkunde zu. Und deswegen, weil Selbstbestimmung nicht gewünscht ist, steht sie seit längerem auf der Abschussliste: die Therapiefreiheit. Selbstbestimmung heißt übrigens ganz und gar nicht, ohne Rücksicht auf andere zu leben. Wem die eigene Selbstbestimmung wirklich wichtig ist, der ehrt auch die der anderen. Der Vorwurf des Egoismus zieht nicht! Lassen Sie sich nicht durch das Solidaritätsgeschwafel der Impfpropaganda den Kopf verdrehen. Niemand muss sich einem Impfzwang unterwerfen, für den es medizinisch-wissenschaftlich keine hinreichenden Gründe gibt – für die Würde des Menschen und die gesundheitliche Selbstbestimmung gibt es dagegen triftige Gründe.

Ich leugne nicht die Existenz der Corona-Krankheit und ich befürworte Hygienekonzepte. Es gilt aber auch hier das alte Mediziner-Sprichwort: „Die Therapie darf nicht schlimmer sein als die Krankheit.“ Für „Vorsorge“ sollte dies erst recht gelten. Die pan- oder epidemische Bedeutung von Corona wurde völlig verzerrt dargestellt, die Risiken für viele Bevölkerungsgruppen massiv übertrieben – und, so muss man heute feststellen, dies alles geschah und geschieht offenbar vor allem zum Zwecke einer irrsinnigen Impfkampagne, dem größten Medizinexperiment oder sogar Medizinbetrug der Geschichte (von anderen Profiteuren, etwa der Test-Industrie und von Maskenverkäufern abgesehen). Wenn die Impfungen wirksam und nebenwirkungsarm wären, bräuchte es nicht dermaßen viel Zwang. Es gibt bei „Multipolar“ einen interessanten Bericht aus Sicht eines Klinikarztes, der sehr authentisch dieses ungläubige Erstaunen darüber dokumentiert, wie die Elite die Pandemie Schritt für Schritt gestaltet – und wie der Großteil der Bevölkerung, aber ein prozentual noch größerer Teil von Fachpersonal, Wissenschaftlern, Medizinern und Fachjournalisten einfach mitmacht.

Eine Corona-Impfung bietet keinen Schutz für andere, bestenfalls für den Geimpften einen Schutz vor schweren Verläufen, aber auch dieser Schutz wird maßlos überzeichnet, als gewähre er das ewige Leben – mittlerweile haben wir alle genug „Fälle“ in unserem Bekanntenkreis erlebt, die die Impfpropaganda der Lüge überführen. Derweil versucht ein vierfach (oder fünffach?) geimpfter Bundesgesundheitsminister, der an Corona erkrankt ist, uns zu erklären, dass man mit der Impfung sich und andere vor Ansteckung schützt und Infektionsketten durchbricht. Es könnte zum Lachen sein, wenn es nicht zum Weinen wäre. Ungeimpfte sind kein grundsätzlich größeres Risiko als Geimpfte. Überhaupt, vier Impfungen innerhalb von etwas mehr als einem Jahr wegen eines Erregers (mit verschiedenen Varianten), wo und wann hat es das schon gegeben? Hatten wir jemals derartige Impf-Flops in der Geschichte, die nichtsdestoweniger derart massiv propagiert wurden? Und: Hatten wir jemals millionenfach verimpfte Impfstoffe, die aufgrund ihrer Neuartigkeit und Eingriffstiefe derart unüberschaubare Risiken bargen?!

Einen roten Faden, der das Corona-Management der Bundesregierung mit dem der Vorgänger(in) verbindet, kann man so beschreiben: Sie haben keinerlei Interesse an differenzierten Zahlen und noch weniger Interesse daran, dass die Zahlen zu Corona transparent und verständlich sind! Sie haben vor allem ein Interesse – die Impfkampagne durchzuziehen, auch nachträglich noch zu rechtfertigen und beschönigen, aber eben nicht: diese irgendwie wissenschaftlich zu durchleuchten oder angemessen zu begleiten. Alles wurde der Kampagne untergeordnet, und dafür waren jegliche Zahlentricks erlaubt. Wer wann, in welchem Alter und mit welchen Vorerkrankungen an Corona verstarb, die Antworten darauf wurden von Anfang an vernebelt. Wer dann nach Wochen mal wieder selbst in Statistiken geschaut hat, stellte erstaunt fest: „Ups, es sind ja immer noch ganz überwiegend hochbetagte Patienten.“

In 25 Jahren Naturheilkunde habe ich viel Pseudowissenschaftliches gesehen und gelesen, manchmal auch vom Robert-Koch-Institut (z.B. in Sachen Impfungen), aber was diese Institution und die Politik mit der Naturwissenschaft in der Coronazeit angestellt haben, ist absurder als ein mittelalterlicher Gottesbeweis! Das RKI war sich dabei für den größten Blödsinn nicht zu schade, und die Mainstreammedien posaunten diese „Fakten“ in die Welt hinaus, wie im Frühjahr 2021 den Unfug über angeblich im Durchschnitt 10 verlorene Lebensjahre durch vorzeitigen Tod an Covid. Und heute? Bejubelt man, wie viele Menschenleben die Impfungen und die „Maßnahmen“ gerettet hätten. Wie das funktioniert? Man nehme einfach das schlimmste Horrorszenario von Anfang 2020, und da gab es ja viele, und stellt fest: Oh, es ist nicht eingetreten. Dann muss es wohl an den Maßnahmen gelegen haben.

Aber schlimmer geht immer: Ich meine die Zahlenspiele im Herbst 2021, die vertuschen sollten, wie viele Corona-Patienten voll geimpft waren (oder sind). Peter Tschentscher, von Beruf ursprünglich Laborarzt und Molekularbiologe, also eigentlich vom Fach, hat als Regierender Bürgermeister von Hamburg mit Horrorzahlen über ungeimpfte Coronakranke den Herbst 2021 über Politik gemacht: Es gäbe 30-mal so viele ungeimpfte Coronakranke wie geimpfte in den Krankenhäusern. De facto waren es 3-mal so viele. Der Zahlenbetrug von Markus Söder, dem bayrischen Ministerpräsidenten, funktionierte auf die gleiche Weise: Corona-Patienten, von denen der Impfstatus nicht bekannt war, wurden „einfach“ als ungeimpft gerechnet. Die Qualitätsmedien schwiegen zu solchen Lügen oder machten sie zu einer Randnotiz (wie oft bei erzwungenen Gegendarstellungen). Sie haben ja selbst hyperaktiv mitgewirkt, denken wir an die brutal ausgrenzenden Texte von „Spiegel“-Kolumnisten wie Sascha Lobo oder Nikolaus Blome, die andersdenkenden Menschen den Verstand und die Moral absprachen. Von diesen Leuchttürmen des Schwachsinns werde ich mir nichts mehr erklären lassen.

Mit einem vernünftig organisierten nationalen Impfregister hätte man leicht feststellen können, wie wirksam die Impfung ist, aber z.B. auch welche Nebenwirkungen oder Impfschäden zu verzeichnen sind. Der Deutsche Ethikrat hat ein solches Impfregister gefordert (begleitend zur Impfpflicht). Aber die Herrschenden wollten es nicht. Sogenannte „Rechtspolitiker“ aller Parteien, die zwei Jahre für alle Arten von Freiheitsbeschränkungen gestimmt haben, erhoben Einwände wegen Datenschutz. Bei der Luca-App etwa hat der fehlende Datenschutz nicht gestört. Nein, Sie wollen nicht die Daten schützen, sondern die Datenmanipulationen, mit denen die Kampagne in die jeweils nächste Runde getrieben und die impfskeptischen Menschen in die Enge getrieben wurden.

Man konnte es nicht besser wissen? Unsinn. Sie wollten es nicht wissen. Die phänomenale Schutzwirkung der Corona-Impfungen war, mit einem Wort, erfunden. Meldete der „Spiegel“ Anfang Oktober 2021 noch, sie sei von 95% auf 87% gesunken (und war immer noch ganz begeistert über seine „neutrale“ Berichterstattung), lag sie laut „Süddeutsche Zeitung“ Ende Oktober 2021 für die besonders relevante Gruppe der über 60-Jährigen nur noch bei 73%. Offiziell wurde natürlich auch danach noch in amtlichen Anzeigen mit 85% geworben, dabei stimmte dies gerade für die besonders schützenswerten Gruppen eben bei weitem nicht mehr! Im Grunde konnte man seit Sommer 2021 zusehen, wie die offensichtlich geschönten Studiendaten über Wirksamkeit und Verträglichkeit – Tricksen ist die Grundlage des Pharmawachstums – durch die Realität der breiten Anwendung mehr und mehr dahinschmolzen. Die Werte im November waren gemessen am Anspruch schon erbärmlich, aber immer noch ausreichend für die „Begründung“ einer Impfpflicht!

Bei Omikron hatten die Impfungen schließlich einen Wirkungsgrad zwischen 10 und 30 Prozent, warum spricht man da überhaupt noch von Wirksamkeit? Jede(r) von uns kennt etliche „durchgeimpfte“ und „geboosterte“ Mitmenschen, die trotzdem Corona bekamen, und manche sogar richtig heftig. Kein Witz: Vermutlich stellen die morgendliche kalte Dusche plus regelmäßiges Saunieren einen besseren Schutzeffekt dar; ganz abgesehen davon, was man sonst noch alles unbezweifelbar Gutes fürs Immunsystem tun könnte. Selbstverständlich hätte jeder kritische Wissenschaftsjournalist, auch so selbst inszenierte Experten wie ein Sascha Lobo, von Anfang an die Problematik an der angeblichen 95%-Wirkung beleuchten können, aber sie haben sich halt nicht getraut oder meinten, auf der Seite des Guten zu stehen, wo man alles darf – selbstverständlich auch: Andersmeinende zu denunzieren!

Die Ungeimpften waren zu keinem Zeitpunkt schuld daran, wenn Menschen unzureichend geschützt wurden oder sich selbst unzureichend schützten. Es gab und gibt keinerlei „Schutzwall“, den wir durch Impfungen um vulnerable Patient*innen hätten bilden können, egal wie hoch die Impfquote gewesen wäre. Wie viele Mediziner ihr eigenes Wissen verleugnen mussten, ganz zu schweigen von den „Experten“. Was man nicht leugnen konnte, wurde versuchsweise wegerklärt, zunächst als „Impfdurchbrüche“. Es waren aber keine „Impfdurchbrüche“ (die man in der Hülle und Fülle gar nicht hätte zählen können), sondern der vermeintliche Schutzwall war so löchrig wie Schweizer Käse – oder existierte gar nicht. Das durfte natürlich auf keinen Fall ins Bewusstsein treten, also hat man der Impfpropaganda eine neue Brücke gebastelt: Alles, was nach Flop roch, wurde auf das ominöse Omikron geschoben, so als wäre dies eine durch Riesenzufall einzige Virusvariante, die „den Impfschutz umgeht“ – das ähnelt dem Sprachstil von Kriegsreportern oder amtlichen Verlautbarungen eines Diktators über den Frontverlauf. Die neuesten „angepassten“ Corona-Impfstoffe passen übrigens weniger zu den vorrangig zirkulierenden Virusvarianten als jemals eine saisonal uneffektive Grippeimpfung (und wissen sie, wie hoch deren Wirksamkeit ist …?), aber wen interessiert’s!

Ich bin nicht gegen Impfangebote, aber jeder Mensch sollte frei entscheiden können, d.h. abwägen dürfen zwischen Nutzen und Risiken der Impfungen. Ausgerechnet der „Deutsche Ethikrat“ behauptet, die Gefahr die von den Impfstoffen ausgehe, sei „objektiv“ gering. Wir sollten froh sein, dass es Wissenschaftler gibt, die den Mut haben, unabhängige Berechnungen anzustellen. Die Studie zu Nebenwirkungen und Todesfällen von Corona-Impfungen von Prof. Harald Walach und Kollegen zeigt, wie viele Menschenleben die Impfkampagne unter dem zweifelhaften Ziel einer „Herdenimmunität“ kostet.

Die Herrschenden haben sich frühzeitig auf die Impfkampagne festgelegt. Und Institutionen wie der Deutsche Ethikrat unterstützen sie als Handlanger der Entmündigung, indem sie behaupten, man müsste eine Impfquote über 90 Prozent oder höher erzielen, dann wäre alles fein, und da dies ohne Impfpflicht nicht erreichbar ist. Jedes individuelle und kollektive Impfversagen konnte man im Zweifelsfall als mangelnde Impffrequenz auslegen: Wer nicht geboostert ist, ist selber schuld. Nur dass sich die Menschen in diesem Land bei dieser Logik irgendwann vielleicht doch an den Kopf fassen würden, wenn sie die Zahl jener betroffenen Bekannten nicht mehr überblicken, die voll geimpft und geboostert waren und trotzdem Corona bekommen haben, z.T. sogar in heftiger Ausprägung (von wegen: Impfung schützt vor schweren Verläufen).

Das Virus mutiert munter weiter und daher kann und muss es auch mit dem Impfen immer weitergehen, das ist ein erträgliches Geschäftsmodell, hat aber nichts mit Pandemie oder Schutz der Bevölkerung vor massenhaftem frühzeitigem Ableben zu tun! Von Medizinern und sonstigen Experten, die Studium und medizinische Erfahrung verleugnen mussten, um das Blaue vom Himmel zu versprechen in Bezug auf Impfschutz, Herdenimmunität u.a., würde ich mir nicht mehr die Zukunft vorhersagen oder gar eine Impfempfehlung geben lassen.

Vielleicht hatte die Corona-Krise doch etwas Gutes: Wir werden an unsere Mündigkeit erinnert, die wir selbst ergreifen müssen. Das bequeme Denken in gewohnten Mustern funktioniert nicht mehr. Was eigentlich völlig abwegig sein sollte und dennoch „Leitlinie“ ist, das haben wir in Coronazeiten immer wieder erlebt, z.B. der Umgang mit weggesperrten Kindern und alten Menschen. Mir ist schmerzhaft bewusst geworden, welche antiliberalen Tendenzen in den herrschenden Parteien die Oberhand gewonnen haben – und dass sich die Gesellschaft derart steuern lässt. Welch unfassbarer Konformismus und Opportunismus! Heute, bald drei Jahre nach Beginn der Pandemie, bin ich wesentlich pessimistischer, was Gesellschaft und Politik, ja, was die Zukunft betrifft. Und das hat nichts mit Klima zu tun.

Ich habe immer wieder ungläubig den Kopf geschüttelt und mir gesagt: „Das kann doch nicht wahr sein!“ Oder: „Das kann doch nicht ihr Ernst sein!“ War es aber. Heute frage ich mich, ob ich trotz vieler Jahre (im früheren Leben) als Politikjournalist wirklich viel zu naiv war, z.B. wenn ich mir die „Grünen“ so ansehe. Wer an die Macht will oder an der Macht bleiben will, der muss mit Auto-, Pharma-, Rüstungsindustrie, mit IT-Riesen und den Medien „gut können“. Organisationen, die die Berliner Lobbyarbeit kritisch im Blick haben, könnten das „Zusammenspiel“ mit Zahlen und Namen benennen. Dennoch, bei aller Abgeklärtheit (für den, der sie hat), war und ist es doch schockierend, wie extrem minderheitenfeindlich in der Coronazeit eine Partei agierte, die immer noch vom Nimbus lebt, lange Minderheiten und vor allem politische Minderheitenpositionen vertreten zu haben. Vielleicht bespielen die Grünen ja deshalb das Minderheitenthema Diversität dermaßen stark, um von dem bis dahin krassesten eigenen Mitdemstromschwimmen abzulenken. Wahrscheinlich ist nur der grüne Militarismus der Nach-Corona-Zeit für eine ehemals pazifistische Partei noch krasser. (Ich bin übrigens für die Anerkennung von Diversität und den achtsamen Umgang damit, ich finde jedoch, das öffentliche Bohei darum ist schon manchmal verdächtig.)

Ich habe außerdem definitiv offene Rechnungen mit den Tätern des Corona-Regimes. Und mit einigen „Mitläufern“, das Wort war schon immer eine wandelnde Verharmlosung. Gerade mal ein Jahr ist es her, dass in „sozialen“ Netzwerken die antisoziale Aktion lief: „Wenn Du Dich nicht bis zum … impfen lässt, bist Du für mich tot.“ Ich habe Ex-Freunde und Noch-Verwandte, die sich daran beteiligt haben. Ich lebe noch, auch wenn ich für Euch tot bin! Ich halte es immer noch für totalitaristisch, was ihr demokratisch genannt habt. Wie gesagt, wer einmal Betroffener solcher Politik und derartiger gesellschaftlicher Strömungen geworden ist, dessen Weltanschauung verändert sich. Für mich gibt es kein zurück. Das ist schade, zweifellos. Doch das Wichtigste in der Therapie und im Leben bleibt: dass wir ehrlich zu uns selbst sind. Viel weiter bin ich in Sachen Corona-Aufarbeitung noch nicht gekommen, vor allem, da offenbar nur die Geschädigten etwas aufarbeiten wollen. Glücklicherweise habe ich immer noch einen wunderbaren Beruf, in dem ich ausreichend „positiv“ sein und denken kann!

——————-

Archiv:

Meine eigenen Artikel auf „Rubikon“

Ich habe sehr früh befürchtet, dass das Corona-Thema auf ein gigantisches Impfprogramm hinausläuft. Dafür wurde ich heftig kritisiert. Und jene, die sogar noch vor der Bundestagswahl 2021 – aus der das Thema schön herausgehalten wurde – meckerten „Komm Du bitte nicht immer mit Deinem Impfzwang!“, waren im Herbst 2021 keinesfalls kleinlaut, sondern selbst der Meinung, eine Impfpflicht sei doch „nachvollziehbar“. Was heißt nachvollziehbar? Bei genauem Hinsehen war daran vieles unlogisch, von Anfang an widerlegt oder bald überholt – und auch verlogen.

  • Krise des Vertrauens: Eigentlich müsste die Impfpflicht schon „vom Tisch“ sein, weil alle wesentlichen mit der Impfung verbreiteten Versprechen sich als haltlos oder zumindest maßlos übertrieben erwiesen. Eine Impfpflicht lässt sich weder wissenschaftlich noch moralisch begründen. Aber die Mehrheitsgesellschaft tickt anders. (25.11.2021)
  • Durchbruch zur Freiheit: Impfkritiker sind, politisch gesehen, eine Minderheit, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Wenn wir mehr Erfolg haben wollen, benötigen wir Unterstützung aus der Mehrheitsgesellschaft – Menschen, die erkennen, dass Impfzwang ein gravierender Missbrauch ist, und die dagegen öffentlich eintreten. (13.10.2021)
  • Die Gemeinschaftslüge: Um die Impfquote zu steigern, haben Politiker und Journalisten die „Solidarität“ neu entdeckt. Ein verlogenes Spiel mit falschen Prämissen. Wenn die Impfung wirken würde wie versprochen, bräuchte es keine „Solidarität“. Es geht um den Zwang zur Anpassung an eine Impfkampagne, die angeblich die Freiheit zurückbringen soll. (21.08.2021)
  • Das Ethik-Dilemma: Mit der Devise „Jedes Menschleben zählt“ begründen Politiker die drastischen Corona-Maßnahmen. Beim genauen Hinsehen zeigt sich hinter dem absoluten Moralismus eine andere, zum Teil erschütternde Realität. Und zu vermuten ist: es läuft auf eine Dauerimpfkampagne hinaus. (26.02.2021)