Liebe Leserin, lieber Leser, in meinem Blog beschäftige ich mich (in der Regel etwa zweiwöchentlich) mit Themen aus Psychologie und Philosophie, im Ausnahmefall auch einmal mit Politik. Bei den älteren Texten zur Naturheilkunde gibt es einige, die mehr pragmatisch und mit Tipps bestückt sind, andere sind eher grundsätzlich-theoretischer Natur. Meist ergibt sich das schon aus dem Stichwort. Einen alphabetischen Überblick über die bisherigen Blog-Beiträge finden Sie hier: https://wastutdirgut.de/von-a-bis-z/  Viel Freude beim Lesen!

H wie hässlich (Dysmorphophobie)

Unsicherheit und Angst, hässlich zu sein, sind weit verbreitet. Bei manchen Betroffenen betrifft dies bestimmte Körperpartien, bei anderen die komplette Erscheinung. Doch die entschiedene Ablehnung des eigenen Körpers als hässlich, die sog. Dysmorphophobie, ist davon zu unterscheiden. Sie lässt sich auch nur teilweise mit der Scham, sich zu zeigen, erklären….

T wie Traumatherapie

Wir alle haben traumatische Erfahrungen hinter uns. Das klingt etwas banal oder pauschal, aber manchmal ist diese Perspektive wichtig: Kein menschliches Leben ohne Traumata, auch wenn die Unterschiede ziemlich groß erscheinen. Bei manchen handelt es sich um schreckliche Ereignisse, bei anderen um schreckliche Lebensphasen, häufig besonders schlimm, wenn diese in…

G wie Glück

Mögen alle Wesen, alle Welten, alle gemeinsam, überall glücklich und frei sein. Mögen all meine Gedanken, Worte und Taten auf ihre Weise zu diesem Glück und dieser Freiheit beitragen.(Eine mögliche Übersetzung des Mantras „Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“. Das Mantra kommt aus dem Hinduismus, könnte aber auch dem Buddhismus zugeordnet werden.)…

S wie Suizid

„Zum ersten Mal in den letzten Monaten machte ich mir etwas klar: Ich hatte mich nicht umbringen wollen, weil ich das Leben hasste, sondern weil ich das Leben liebte. Ich glaube, in Wahrheit empfinden viele Menschen, die an Selbstmord denken, das genauso. Sie lieben das Leben, aber ihres ist total…

D wie Düster (Dysthymie)

(Es handelt sich im Folgenden um eine Fortführung jener Gedanken unter dem Stichwort Optimismus.) Es gibt eine Schnittmenge zwischen Depression und Pessimismus – während dieser für die schlechte Prognose des persönlichen Lebens oder der Welt steht, bezeichnet Depression anscheinend die Gefühle und Verhaltensweisen von Menschen, die ständig mit solchen „Prognosen“…

O wie Optimismus

Wenn ich nochmals auf die Welt käme, wäre ich gerne ein Optimist, zumindest etwas mehr davon: Jäger sein, ohne dass es Gejagte gibt, Unternehmer werden, ohne auszubeuten, mit dem Mut etwas zu riskieren und aufzubauen, Niederlagen wegstecken und sich durchsetzen, also auch etwas mehr Draufgänger. Umgekehrt könnte man es auch…

K wie inneres Kind (Teil 1)

Die „Arbeit mit dem inneren Kind“ ist eine Art Mode geworden. Daran ist zunächst nichts verkehrt, mir gefällt die Mode. Allerdings verstellt sie den Blick dafür, was es sonst noch an Therapie- und Selbsthilfe-Optionen gibt. Außerdem umfasst diese Arbeit viele verschiedene Varianten, und nicht alle sind für jede(n) Patient*in geeignet….

K wie inneres Kind (Teil 2)

Teil 1 handelt vor allem von der Willkommensarbeit für das innere Kind nach John Bradshaw. John Bradshaw war geprägt vom Optimismus des psychotherapeutischen Aufbruchs in den 1970er und 80er Jahren, auch von der positiven Haltung zu „aufdeckenden“ Therapieverfahren. Nach und nach hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass solche Verfahren…

P wie Prognose

(Dies ist die versprochene Fortsetzung des Blogs zum Stichwort Heilung.) Was verraten Diagnosen wie „mittelgradige depressive Episode“ oder „wiederkehrende depressive Störung“ über den individuellen Patienten, seinen spezifischen Therapiebedarf und seine individuelle Chance zu gesunden? Sehr wenig. In erster Linie dienen sie dazu, dem Patienten seine Berechtigung auf eine klinische Therapie…